Lucrezia Borgia (Oper)

Lucrezia Borgia ist eine Oper in einem Prolog und zwei Akten (fÜnf Bildern) von Gaetano Donizetti (Musik) mit einem Libretto von Felice Romani nach dem Drama Lucrèce Borgia von Victor Hugo.

Seinen Roman Lucrèce Borgia verfasste der französische Schriftsteller Victor Hugo (1802-1885) im Jahr 1833. Das Werk basiert frei auf dem Leben und vor allem Mythos der Lucrezia Borgia. Felice Comani verarbeitete den Victor Hugo Roman dann zu einem Libretto fÜr die Oper von Gaetano Donizetti. UraufgefÜhrt wurde die Oper am 26. Dezember 1833 in der Mailänder Oper La Scala.

Das StÜck wurde dann im Jahr 1840 fÜr eine AuffÜhrungsserie im Thèatre des Italiens in Paris vorbereitet. Allerdings erwirkte Victor Hugo eine gerichtliche VerfÜgung, die die weitere Verwendung seines StÜckes als Vorlage untersagt. Daraufhin wurde das Textbuch fÜr die AuffÜhrung in Paris umgeschrieben. Unter dem Titel La Rinegata ging die VorfÜhrung dann weiter. Zuvor war die Oper bereits im Her Majesty's Theatre in London aufgefÜhrt worden, dort hatte Victor Hugo aber wohl keine Möglichkeit mit dem französischen Copyright Recht gegen vorzugehen.

AuffÜhrung mit Montserrat Caballé und Alfredo Kraus

AufgefÜhrt wurde die Oper Lucrezia Borgia dann auch in den USA. 1904 gab Enrico Caruso in der Metropolitan Oper in New York den Gennaro. Nicht die einzige BerÜhmtheit, die bei dieser Oper auf der BÜhne stand. So gab Montserrat Caballé ihr Amerika-DebÜt 1955 in der Carnegie Hall mit dieser Oper. Mit dabei auch Alfredo Kraus als Gennaro und Shirley Verrett als Maffio Orsini. B000026H0F B00000E3QV

Kurzzusammenfassung Oper Lucrezia Borgia

Die Oper basiert sehr frei auf das Leben der Lucrezia Borgia. Es geht darum, dass diese als Herzogin von Ferrara einen jungen Mann kennen lernt. Dieser erfährt zwar, dass sie Lucrezia Borgia ist und seine Freunde listen ihm auch die Mordtaten der Familie Borgia auf, aber das sie seine Mutter ist, erfährt er erst viel später. Lucrezia Borgia wird ziemlich böse dargestellt, denn fÜr die Beleidigung der Freunde greift sie als Rache zu Gift. Dabei vergiftet sie auch ihren eigenen Sohn. Zwar könnte er gerettet werden, aber der Sohn entschließt sich, das von Lucrezia angebotene Gegengift nicht zu trinken und stirbt in den Armen seiner Mutter. Diese beweint ihn und bricht dann selbst entseelt zusammen.

An Melodramatik ist diese Oper wohl kaum zu Überbieten. Die Leidenschaft kocht, SchuldgefÜhle, Eifersucht und unerfÜllte Liebe stehen im Raum.